Historie

    Historie des Schützenwesens (kurzer Auszug)
     
    Im Mittelalter musste sich (freie) Städte wie Nordhausen vor Plünderung und Übergriffe der Fürsten schützen. Schon im Jahr 924  erließ König Heinrich I. das "Gesetz zur Wehrverfassung der Städte". Zur Stadtverteidigung waren alle wehrfähigen männlichen Bewohner mit und ohne Bürgerrecht mit Ausnahme Geistlicher verpflichtet. Die Bürger mussten sich entsprechend auf eigene Kosten bewaffnen, sie mussten ausgebildet und das Zusammenwirken zum Schutz / Verteidigung musste geübt werden. Arbeits- und Wachdienst mussten die Bürger unentgeltlich übernehmen, wie zum Beispiel Torhut bei Tage und Wächter auf Türmen und Warten. 
     
    Die Waffenbesitzpflicht

    Damit die Bürger und Mitbewohner ihrer Wehrpflicht nachkommen zu können, mussten sie sich bewaffnen. Man benötige eine Kampfjacke die Schläge oder Stöße von Hieb- und Stichwaffen abmindern konnte und das Eindringen von Pfeilen erschwerte. Dazu war eine brauchbare Kopfbedeckung nötig und als wichtigstes eine Waffe, in der Regel ein Spieß. Sie gebrauchten die selbst angeschaffte Armbrust, welche schon im 14. Jahrhundert den Bogen gänzlich verdrängt hatte. Das Feuer- oder Handrohr tauchte in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf.
     
    Schon 1308 verfügte der Nordhäuser Rat „ein jeglich unse Borger sal sine wapen haben".
     
    Schützen Gilde / Schützengesellschaft
     
    Der Schutz und die Verteidigung der Stadt hatte oberste Priorität (Schützen, abgeleitet von "Schutz"erst später vom "Schießen"). Aus dem Verteidigungsbedürfnissen der mittelalterlichen Städte entstand das Schützenwesen und die Schützengesellschaften. Die Verteidigungsfähigkeit der Städte musste geübt werden und somit schlossen sich die Schützen in Gilden, Vereinen und Gesellschaften zusammen. Sie trainierten ihre Schießfertigkeiten zum Teil im Stadtgraben und später aus Platzgründen auf einem freien Feld vor der Stadt. Die Schützengesellschaften genossen größtes Ansehen in der Stadt, die entstehenden Schützenfeste (Vergleichsschießen) und die damit verbundenen Belustigungen, sollten die Mitglieder motivieren und sie so zu wichtigen Waffenübungen anhalten. Die  militärische Wichtigkeit der bewaffneten Bürgerschaften zum Schutz und Verteidigung der Städte nahm über die Jahrhunderte ab. Mit Aufstellung regulärer Truppen / Garnisonen zur Landesverteidigung wurden diese bedeutungslos. Aber die Schützenfeste und Schützenvereine bleiben bis heute und halten die heimatliche Tradition, sowie die regionale Brauchtumspflege aktiv aufrecht.      
     
    Das Schützenwesen ist Kulturerbe
     
    Am 4. Dezember 2015 nahmen die Deutsche UNESCO-Kommission und die Kultusministerkonferenz das „Schützenwesen in Deutschland“ in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf. In ihrer Begründung würdigen das zuständige Expertenkomitee und die Kultusministerkonferenz das Schützenwesen. 
     
     
     
     
     
    Das Schützenwesen in Nordhausen
     
    Umfassende Informationen zum Schützenwesen in Nordhausen haben wir in unsere Vereinsgeschichte integriert. Zusätzliche Informationen findet Ihr unter das ehemalige Schützenhaus.   

     

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